10.000 Euro für den gemeinsamen Kampf gegen Plastikmüll

Aktiver Umweltschutz durch die Industrie ist einerseits unabdingbar für eine Verbesserung der ökologischen Situation, zum anderen trägt das Engagement nachhaltig tätiger Firmen auch zum wirtschaftlichen Erfolg bei.

Über einen Spendenscheck in Höhe von 10.000 Euro freute sich Harald Frank (2. v. l.) von der Umweltorganisation „One Earth – One Ocean“, die damit Aufklärungs- und Bildungsaktionen an Schulen finanziert. Gratulanten sind (von links): Dominique Fanta, Sales Director Global Accounts & Europe, Novus Dahle Geschäftsführer Frank Indenkämpen und (ganz rechts) Christian Gnaß, CEO / Geschäftsführender Gesellschafter der Emco-Group. Der Erlös stammt aus einer Spendenaktion, die die Produkteinführung der Novus re+new-Serie begleitete: Hefter und Locher bestehen bis zu 95 % aus recycelten Kunststoffen.

Mit der re+new-Serie geht Novus Dahle den konsequenten Weg hin zu nachhaltiger Produktion. Die Hefter und Locher bestehen zum weitaus größten Teil aus Rezyklat, das unter anderem aus ausrangierten Kühlschränken gewonnen wird. Alle Produkte lassen sich ohne großen technischen Aufwand auseinanderbauen und sortenrein trennen.

Lingen, 17. Februar 2020 - Aktiver Umweltschutz durch die Industrie ist einerseits unabdingbar für eine Verbesserung der ökologischen Situation, zum anderen trägt das Engagement nachhaltig tätiger Firmen auch zum wirtschaftlichen Erfolg bei: Dieses Fazit zogen die Geschäftsführung von Novus Dahle und die Umweltorganisation „One Earth – One Ocean“ (OEOO) bei der Übergabe eines 10.000-Euro-Spendenschecks am Novus-Firmensitz in Lingen an der Ems. Der Spezialist für Bürobedarf hat 2019 die Produktserie „Novus re+new“ mit hochwertigen Heftern und Lochern eingeführt, die bis zu 95 % aus wiederverwerteten Kunststoffen bestehen, und diesen Marktstart mit einer erfolgreichen Spendenaktion begleitet. Da das Spendenziel schon früh erreicht war, konnte die Umweltorganisation den Betrag bereits ab letzten Herbst zur Finanzierung von Bildungsprojekten an Schulen einsetzen.

„Mit 10.000 Euro kann man viel tun, besonders wenn man kaum administrative Kosten hat. Das Geld geht fast ausschließlich in Workshops und Vorträge an Grundschulen, weiterführenden Schulen oder auch an Volkshochschulen“, erklärt Harald Frank, Projektmanager bei OEOO, und verweist auf die dramatische Situation auf den Weltmeeren: „Jedes Jahr kommen etwa zehn Millionen Tonnen Plastikmüll hinzu. 150 Millionen Tonnen sind schon abgesunken und zu Mikroplastik geworden. Deshalb ist es so wichtig, das Problem schnell anzugehen, etwa mit Reinigungsaktionen wie unserer Maritimen Müllabfuhr. Vor allem müssen wir die Wertstoff-Kreisläufe verbessern und die Bevölkerung noch stärker für das Thema Plastikvermeidung sensibilisieren.“

Ein wichtiger Baustein dabei ist die Vermeidung von Kunststoffen schon in der Produktion. Die Hefter und Locher der Novus re+new Serie bestehen zum weitaus größten Teil aus Rezyklat, das unter anderem aus ausrangierten Kühlschränken gewonnen wird. Die Verpackung besteht aus nicht beschichtetem Papier und enthält keine der üblichen Sichtfenster aus Folie. Auf diese wird auch bei den Geräten verzichtet – sie sind in Seidenpapier eingewickelt. Zudem lassen sich alle Novus re+new Produkte ohne großen technischen Aufwand auseinanderbauen und sortenrein trennen.

Der rasante Erfolg seit der Markteinführung belohnt die Strategie des Unternehmens: „Unsere Erwartungen wurden deutlich übertroffen. Aktuell liegen wir bei einem Anteil von 16 Prozent im Hefter- und Locher-Segment und planen mit gut 25 Prozent im Laufe dieses Jahres“, prognostiziert Dominique Fanta, Sales Director Global Accounts & Europe. Überhaupt verzeichne die Branche ein steigendes Interesse an Produkten mit wenig Kunststoff. „Das Thema nimmt stark Fahrt auf, überall spürt man ein zunehmendes Engagement beim Thema Nachhaltigkeit.“

Dass Ökonomie und Ökologie sehr gut zusammenpassen, bringt Christian Gnaß auf den Punkt. Der CEO / Geschäftsführende Gesellschafter der Emco-Group, zu der Novus Dahle gehört, findet es „entscheidend für die Zukunft, dass wir als Unternehmen und letztlich als Menschen das Thema Nachhaltigkeit ernstnehmen“ – und zwar noch deutlich schneller, bevor die Politik etwas unternehme. „Wir machen das nicht nur aus karitativen Gründen, sondern auch weil wir als Industrieunternehmen profitabel sein wollen.“

Kritikern, die einen erkennbaren Effekt durch die Produktion nachhaltiger Büroprodukte anzweifeln, entgegnet Frank Indenkämpen, Geschäftsführer von Novus Dahle: „Wir wollen Dinge nach vorne bringen! Sicher wäre es vermessen zu sagen: Durch den Kauf unserer Hefter und Locher verbessern wir das Weltklima. Aber es ist immerhin einer von unzähligen kleinen Schritten. Und je mehr Firmen mitmachen, desto besser.“